Maßnahmenpaket des Bundes zum Umgang mit den hohen Energiekosten

Einführung einer Energiepreispauschale:


Allen einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen (Steuerklassen 1-5) wird einmalig eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro als Zuschuss zum Gehalt ausgezahlt. Der Zuschlag soll die Begünstigten schnell und unbürokratisch erreichen und unabhängig von den geltenden steuerlichen Regelungen (Pendlerpauschale, Mobilitätsprämie, steuerfreien Arbeitgebererstattungen, Job-Ticket) „on top“ gewährt werden. Er soll weitere Härten im Bereich der
Energiepreise abfedern. Die Auszahlung erfolgt über die Lohnabrechnung des Arbeitgebers bzw. des Dienstherren. Die Pauschale unterliegt der Einkommensteuer.

Selbständige erhalten einen Vorschuss über eine einmalige Senkung ihrer Einkommensteuer-Vorauszahlung.


Um in Zukunft einen einfachen und unbürokratischen Weg für Direktzahlungen an die Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen, wird die Bundesregierung möglichst noch in diesem Jahr einen Auszahlungsweg über die Steuer-ID für das Klimageld entwickeln.


Familienzuschuss:


Zur Abfederung besonderer Härten für Familien wird schnellstmöglich für jedes Kind ergänzend zum Kindergeld einen Einmalbonus in Höhe von 100 Euro über die Familienkassen ausgezahlt. Der Bonus wird auf den Kinderfreibetrag angerechnet.


Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen:

Die bereits beschlossene Einmalzahlung von 100 Euro für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen wird um 100 Euro pro Person erhöht. Bei den jetzigen Energiepreisen geht die Bundesregierung davon aus, dass zum 1. Januar 2023 die Regelbedarfe die hohen Preissteigerungen abbilden und damit angemessen erhöht werden.

Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe für 3 Monate:


Befristet für drei Monate wird die Energiesteuer auf Kraftstoffe auf das europäische Mindestmaß abgesenkt.
Es soll sichergestellt werden, dass die Absenkung an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter gegeben wird. Benzin wird damit nach Aussage von Finanzminister Christian Lindner (FDP) um 30 Cent je Liter günstiger, Diesel um 14 Cent.


9 Euro/Monat für 90 Tage ÖPNV:


Der ÖPNV ist gerade in der aktuellen Situation für viele Bürgerinnen und Bürger eine notwendige, leistungsfähige und kostengünstige Alternative zum eigenen Pkw und gleichzeitig das umweltfreundlichste Verkehrsmittel neben dem Fahrrad. Deshalb wird für 90 Tage ein Ticket für 9 Euro/Monat („9 für 90“) eingeführt.

Download der vollständigen Textfassung:

Über Sibille Decker

Steuerberaterin
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