Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus – Weitere Verlängerung der verfahrensrechtlichen Steuererleichterungen

Das BMF hat im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder eine nochmalige Verlängerung steuerverfahrensrechtlichen Hilfsmaßnahmen für die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ von den Auswirkungen des Coronavirus wirtschaftlich betroffenen Steuerpflichtigen erlassen.

Verlängert wird insoweit die Möglichkeit, für bis zum 31. März 2022 fällige oder fällig werdende Steuern im vereinfachten Verfahren eine zinslose Stundung bzw. einen Vollstreckungsaufschub bis zum 30. Juni 2022 zu beantragen.

Im Zusammenhang mit einer angemessenen Ratenzahlungsvereinbarung können Anschlussstundungen bzw. die Verlängerung des Vollstreckungsaufschubs bis zum 30. September 2022 gewährt werden.

Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in den vorgenannten Fällen verzichtet werden.

Die im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2022 entstandenen Säumniszuschläge sind grundsätzlich zu erlassen. Bei vereinbarter Ratenzahlung bis zum September 2022 ist der Erlass der bis dahin insoweit entstandenen Säumniszuschläge möglich.

BMF Schreiben vom 31.01.2022

Über Sibille Decker

Steuerberaterin
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