4. Dezember: Behinderten- und Pflegepauschbetrag

Steuerpflichtige mit Behinderung haben die Möglichkeit, Kosten zur Bewältigung ihres Alltags im Rahmen der außergewöhnlichen Belastung geltend zu machen. Sie können sich zwischen Einzelnachweisen oder einem ansetzbaren Pauschbetrag entscheiden.

Die Höhe des jährlichen Steuerfreibetrages richtet sich nach dem Grad der Behinderung (GdB). Behinderte Menschen, welche hilflos (Merkzeichen „H“), blind („Bl“) oder taubblind („TBl“) sind, erhalten einen Freibetrag unabhängig vom Grad der Behinderung.

VoraussetzungFreibetrag
GdB 20EUR 384,00
GdB 30EUR 620,00
GdB 40EUR 860,00
GdB 50EUR 1.140,00
GdB 60EUR 1.440,00
GdB 70EUR 1.780,00
GdB 80EUR 2.120,00
GdB 90EUR 2.460,00
GdB 100EUR 2.840,00
Hilflos, blind oder taubblindEUR 7.400,00

Für außergewöhnliche Belastungen, die durch die häusliche Pflege einer Person entstehen können, kann mit dem Pflege-Pauschbetrag ebenfalls eine Pauschalierung erfolgen. Er richtet sich nach dem Pflegegrad der zu pflegenden Person:

PflegegradPauschbetrag
2 EUR 600,00
3EUR 1.100,00
4 oder 5EUR 1.800,00

Der Pauschalbetrag kann geltend gemacht werden, wenn die pflegende Person dafür keine Einnahmen erhält.

Für behinderungsbedingte Fahrtkosten gilt eine gesetzliche Pauschalbetragsregelung. Je nach Anspruchsvoraussetzungen betragen die Pauschbeträge:

  • EUR 900,00 (bei Grad der Behinderung von mindestens 80 % oder 70 % mit Gehbehinderung)
  • EUR 4.500,00 (bei außergewöhnlicher Gehbehinderung sowie für blinde und hilflose Personen)

Bei den obigen Pauschbeträgen ist die zumutbare Eigenbelastung zu berücksichtigen.

Über Sibille Decker

Steuerberaterin
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