Keine Dauerfristverlängerung bei der Abgabe der Zusammenfassenden Meldungen

Falls Ihnen durch das Finanzamt eine Dauerfristverlängerung für die Abgabe Ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung gewährt wurde, werden Sie sich vielleicht schon gefragt haben, warum die Dauerfristverlängerung nicht gleichermaßen auch für die Abgabe der Zusammenfassenden Meldung (ZM) beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) gilt.

Grund hierfür ist eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes im Jahre 2010.

Seit dem 01.07.2010 müssen innergemeinschaftliche Lieferungen und innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte bis zum 25. Tag nach Ablauf jedes Kalendermonats in der ZM berücksichtigt werden, wenn die Summe der Bemessungsgrundlagen für diese Umsätze mehr als 50.000 Euro beträgt. Mit der Festlegung des 25. als Abgabezeitpunkt für die ZM wurde gleichzeitig die bis zu diesem Zeitpunkt anwendbare Regelung für die Inanspruchnahme der Dauerfristverlängerung für die ZM abgeschafft.

Die für die Umsatzsteuer-Voranmeldung geltenden Regelungen über die Dauerfristverlängerung sind somit nicht für die ZM anwendbar. Die ZM ist deshalb bis zum 25. Tag nach Ablauf des jeweils maßgeblichen Meldezeitraumes auf elektronischem Weg an das BZSt zu übermitteln.

Quelle: Newsletter des BZSt 1/2021

Über Sibille Decker

Steuerberaterin
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