Infografik: Reverse Charge – Besonderheiten bei Bauleistungen

Beim Thema Bauleistungen müssen Sie umsatzsteuerlich einige Besonderheiten beachten, und zwar sowohl als Erbringer als auch als Bezieher von Bauleistungen. Bauleistungen sind alle Leistungen, die im Zusammenhang mit einem Grundstück und Gebäude erbracht werden, z.B. auch der Abriss. Planungs- und Überwachungsleistungen (z.B. von Architekten) sind dagegen umsatzsteuerlich keine Bauleistungen.

Für Bauleistungen gilt die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (sog. Reverse-Charge-Verfahren). Erbringen Sie Bauleistungen, muss daher Ihr Kunde die Steuer an das Finanzamt abführen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn Ihr Kunde im Rahmen seines Unternehmens selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt. Hierzu müssen mindestens 10 % seines weltweiten Gesamtumsatzes Bauleistungen sein. Zur Bestätigung der Bauleistereigenschaft erteilt das zuständige Finanzamt eine Bescheinigung (Vordruckmuster USt 1 TG).

Als Erbringer von Bauleistungen müssen Sie also eine Rechnung ohne Umsatzsteuer stellen, wenn Ihr Kunde ebenfalls Bauleister ist. Haben Sie als Bauleister selbst Bauleistungen bezogen, müssen Sie die Umsatzsteuer abführen. Die korrekte umsatzsteuerliche Abwicklung von Bauträgerfällen ist sehr wichtig, da sonst hohe Steuernachforderungen drohen.

Mit Hilfe unserer Infografik (Downloadlink) bekommen Sie einen Überblick darüber, wie Sie Bauleistungen erkennen und zutreffend behandeln. Bitte zögern Sie nicht, uns bei Zweifelsfragen und Unklarheiten zu kontaktieren.

Über Sibille Decker

Steuerberaterin
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