Infografik: Reverse Charge – Bei welchen Dienstleistungen und Lieferungen schuldet der Kunde die Umsatzsteuer ?

Die Umsatzsteuer enthält für Sie als Unternehmer viele Fallstricke: Sei es die Frage nach dem richtigen anzuwendenden Steuersatz oder nach den Anforderungen an eine ordnungsgemäße Rechnung. Im Regelfall muss der Leistungserbringer die Umsatzsteuer seinem Kunden in Rechnung stellen und an das Finanzamt abführen. ‑ Sie kennen das Vorgehen aus der Praxis. Aber Vorsicht! Es gibt auch Fälle, in denen nicht der Leistungserbringer, sondern der Kunde für die Zahlung der Umsatzsteuer an das Finanzamt verantwortlich ist. Dann spricht man von der sog. Umkehr der Steuerschuldnerschaft (auch Reverse-Charge-Verfahren genannt).

Diese Sonderregelungen müssen Sie sowohl als Leistungserbringer als auch als Leistungsempfänger kennen und anwenden können. Beziehen Sie z.B. Dienstleistungen von einem im Ausland ansässigen Unternehmer, müssen Sie die Umsatzsteuer an das deutsche Finanzamt abführen (und können diese gleichzeitig als Vorsteuer geltend machen).

Die Umkehr der Steuerschuldnerschaft müssen Sie u.a. auch bei der Erbringung von Bau- und Gebäudereinigungsleistungen beachten. Sind Sie Leistungsempfänger und beachten die Steuerschuldumkehr nicht, besteht das Risiko von Steuernachzahlungen bzw. umfangreichen Nacherklärungspflichten.

In unserer Infografik (Downloadlink) sind die wichtigsten Fälle der Umkehr der Steuerschuldnerschaft dargestellt. Mit ihrer Hilfe können Sie herausfinden, ob für von Ihnen erbrachte oder bezogene Leistungen die Sonderregelungen greifen.

Über Sibille Decker

Steuerberaterin
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