16. Dezember: Betriebliche Altersversorgung

Für viele Arbeitnehmer wird die gesetzliche Rente für eine optimale Absicherung im Alter nicht mehr ausreichen. Deshalb stellt sich inzwischen schon beim Eintritt ins Berufsleben die Frage, welche zusätzlichen Möglichkeiten der Altersvorsorge sich anbieten.

Damit die Rentenversicherung auch in Zukunft noch bezahlbar ist, hat der Gesetzgeber 2002 das Rentenniveau gesenkt. Zum Ausgleich der dadurch entstehenden Versorgungslücke wurde die Riesterrente eingeführt, die private Ansparverträge durch Zahlung von Zulagen bzw. Gewährung von Steuervorteilen fördert. Während die Zahl der in Deutschland abgeschlossenen Riester-Verträge und anderen Lebensversicherungen stagniert, verzeichnet der Bereich der betrieblichen Altersversorgung immer noch Zuwachsraten.

Der Gesetzgeber hat 2017 mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG), das zum 01.01.2018 in Kraft tritt, die betriebliche Altersversorgung weiter ausgedehnt und die Einführung einer tarifvertraglich geregelten Altersversorgung gesetzlich festgeschrieben. Daneben bestehen die 2005 im „Betriebsrentengesetz“ (BetrAVG) – dem Vorgänger des BRSG – beschlossenen Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung weiter.

Während die bisherigen betrieblichen Altersvorsorgevereinbarungen regelmäßig Mindest- oder Garantieleistungen der Altersversorgung für die Beschäftigten beinhalteten, ist das Prinzip der neuen Tarifpartnermodelle im BRSG, dass die Arbeitgeber für die Beitragszahlungen haften, ohne die Höhe der späteren Versorgungsansprüche der Arbeitnehmer zu garantieren.

Das neue Merkblatt „Betriebliche Altersversorgung“ erläutert die Möglichkeit, dass Sie als Arbeitgeber in die betriebliche Altersversorgung Ihrer Arbeitnehmer einzahlen (arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung), und wie der Aufbau von Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer erfolgen kann.

Beachten Sie, dass hier zwar die Eckpunkte der betrieblichen Altersversorgung vorgestellt, aber im Hinblick auf die Verständlichkeit nicht alle Details der Regelungen bespro­chen werden können. Zudem ist es Sache der Tarifvertragspartner, die Möglichkeiten des BRSG in den abzuschließenden Tarifverträgen auszuschöpfen.

Grundsätzlich stellen Beiträge des Arbeitgebers zur betrieblichen Altersversorgung beim Arbeitnehmer sozialversicherungs- und steuerpflichtiges Arbeitsentgelt dar. Jedoch gelten weitgehende gesetzliche Befreiungen mit der Folge, dass erst die bei Eintritt des Versorgungsfalls zufließenden Erträge steuerpflichtig und beitragspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung sind.

Sie können sich alle  Merkblätter des Adventskalenders 2017 auf der Adventskalenderseite meiner Homepage  http://www.sibilledecker.de/Adventskalender-2017 herunterladen.

Über Sibille Decker

Steuerberaterin
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